Absturz der Raumfähre Columbia

Und hier noch für euch zusammengestellt! Die Aktuellsten News zum Absturtz der Raumfähre Columbia.

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Kurz nach 15:00 Uhr MEZ am 01.02.2003 ist die Raumfähre Columbia abgestürzt. Alle 7 Astronauten (darunter zwei Frauen und der erste israelische Astronaut) sind tot.

BILD VON CNN - ABSTURZ DES SPACESHUTTLES COLUMBIABeim Start der Columbia am 16. Januar verlief alles ohne größere Probleme. Einzig ein Trümmerteil, welches die Columbia am Flügel traf, bereitete der NASA Sorgen, wurde aber als bedenkenlos eingestuft; doch es könnte schließlich die Ursache der Katastrophe gewesen sein.

Kurz vor der Landung verlief noch alles normal und es gab keine Probleme. Eine Viertelstunde vor der Landung brach der Funkkontakt zur NASA ab. Die Raumfähre befand sich zu diesem Zeitpunkt in rund 65 Kilometern Höhe und flog mit einer Geschwindigkeit von über 20 000 km/h.

Die Raumfähre fing an zu verglühen und auseinanderzubrechen. Es dauerte wahrscheinlich keine drei Minuten zwischen dem Funkausfall bis zur Zerstörung der Raumfähre. Die Astronauten hatten keine Chance, sie starben.

Ursache könnte das Hitzeschild sein, welches sich löste und der Zerstörung des Orbiters freien Lauf ließ. An der genauen Ursache wird jetzt noch fieberhaft gesucht.

Dieses Unglück erinnert stark an die Challenger-Katastrophe, wie sie im Januar 1986 - vor 17 Jahren - stattfand. Damals starben ebenfalls 7 Astronauten als die Raumfähre Challenger startete.

Die Raumfähre Columbia war seit April 1981 im Einsatz, mittlerweile also 12 Jahre. Sie hatte 27 Weltraumeinsätze hinter sich. Sie wurde kürzlich modernisiert, um für die nächsten Einsätze fit zu sein. Doch vom 28. Flug kehrte die Columbia nur noch in Bruchstücken zur Erde zurück.

Die nachfolgenden Flüge sind erst einmal für unbestimmte Zeit verschoben.

Die "Columbia"-Crew  COLUMBIA CREW

An Bord der Raumfähre "Columbia" befanden sich fünf Männer und zwei Frauen. Neben sechs amerikanischen Staatsbürgern gehörte erstmals auch ein israelischer Astronaut zur Besatzung. Hier ein Überblick über die letzte "Columbia"-Besatzung:
 
Kommandeur Rick Husband: Ein 45 Jahre alter Oberst der Luftwaffe aus Amarillo in Texas. Der frühere Testpilot wurde 1994 im vierten Anlauf als Astronaut ausgewählt. Er träumte bereits als Kind von seinem späteren Beruf. "Das war ein Lebenstraum, und es ist einfach aufregend, ihn jetzt ausleben zu können", sagte er in einem Interview vor dem Start zu seinem zweiten Flug ins All.
 
Pilot William McCool: Ein 41 Jahre alter Marineoffizier aus Lubbock in Texas, Vater von drei Söhnen. Er machte 1983 als zweitbester seiner Klasse seinen Abschluss an der Marineakademie und machte dann eine Ausbildung zum Testpiloten. Er wurde 1996 Astronaut. Er war das erste Mal im All.
 
Michael Anderson: Ein 43 Jahre alter Sohn eines Mitglieds der Luftwaffe, der auf Militärstützpunkten aufwuchs. Er flog für die Luftwaffe, als die Weltraumbehörde NASA ihn 1994 als einen von nur wenigen schwarzen Astronauten auswählte. Er reiste 1998 zur russischen Raumstation "Mir". Der Oberstleutnant leitete die zahlreichen wissenschaftlichen Experimente an Bord der "Columbia" und war für die Nutzlast zuständig. Anderson lebte in Spokane im StaatWashington.
 
Kalpana Chawla: Die 41-Jährige emigrierte in den 80er Jahren von Indien in die USA und wurde 1994 Astronautin. Während ihres einzigen vorherigen Aufenthalts im Weltraum 1997 unterliefen ihr Fehler, die einen Forschungssatelliten außer Kontrolle geraten ließen. Kollegen mussten ihn in einem Arbeitseinsatz im All wieder einfangen.
 
David Brown: ein 46-jähriger Hauptmann, Pilot und Arzt. Er trat nach einem medizinischen Praktikum in die Marine ein und flog Maschinen vom Typ A-6E Intruder und F-18. Er wurde 1996 Astronaut. Es war sein erster Flug ins All.
 
Laurel Clark: Die 41-Jährige war zunächst für Taucher zuständige Sanitätsoffizierin an Bord von U-Booten. Später wurde sie Flugmedizinerin, dann 1996 Astronautin. An Bord der "Columbia" half sie bei den wissenschaftlichen Experimenten. Sie hat einen acht Jahre alten Sohn und lebte in Racine in Wisconsin.
 
Ilan Ramon: Der 48-jährige Oberst der israelischen Luftwaffe war der erste Israeli im Weltall. Seine Mutter und seine Großmutter überlebten das Vernichtungslager Auschwitz. Sein Vater kämpfte an der Seite seines Großvaters für die Gründung des Staats Israel. Ramon kämpfte im Jom-Kippur-Krieg 1973 und im Libanon-Krieg 1982. Er diente als Kampfpilot von den 70ern bis Anfang der 90er Jahre. Er wurde 1997 als erster Astronaut seines Landes ausgewählt und zog ein Jahr später nach Houston, um sich auf den Flug mit einer Raumfähre vorzubereiten. Seine Familie stammt aus Tel Aviv.

Seit 1981 im Dienst
Die raumfähre "Columbia"  

Die Raumfähre Columbia war das erste Space Shuttle, das ins All flog. Am 12. April 1981 hob der Raumpendler von Cap Canaveral in Florida ab und eröffnete eine neue Stufe der weltweiten Raumfahrt.
 
Erstmals flogen Menschen mit einer Technik ins All, die wiederverwendet werden konnte. Im Gegensatz zu Trägerraketen, deren Stufen im All verglühen und von denen nur eine kleine Landekapsel zur Erde zurückkehrt, landen die Space Shuttles wie Flugzeuge auf einer Piste.
 
Das gut 37 Meter lange Space Shuttle bildet mit den Raumfähren Atlantis, Discovery und Endeavour das Rückgrat der bemannten US-Raumfahrt. Der Orbiter mit der offiziellen Bezeichnung OV-102 trägt den Namen des amerikanischen Segelschiffs Columbia, das 1792 von Boston auslief, um die Mündung des Flusses Columbia zu erkunden.
 
Den gleichen Namen trug eines der ersten amerikanischen Schiffe, dem eine Weltumsegelung gelang, und die Kommandokapsel der Apollo 11, mit der Neil Armstrong und Edwin Aldrian im Juli 1969 als erste Menschen auf dem Mond landeten. Auch Ulf Merbold, der erste Westdeutsche im All, flog im November 1983 mit der Columbia.

 

Chronik
Schwere Unglücke der Raumfahrt  

Der mutmaßliche Absturz der US-Raumfähre "Columbia" war der jüngste Unfall in einer Serie von Zwischenfällen, die die Fortschritte der Raumfahrt begleiten. Hier eine Chronik der vergangenen 30 Jahre.
 
27. Januar 1967: An Bord von Apollo 1 bricht ein Feuer aus, alle drei US-Astronauten kommen ums Leben.
 
24. April 1967: Bei der Landung einer russischen Sojus-Kapsel öffnen sich die Fallschirme nicht richtig. Ein Kosmonaut kommt ums Leben.
 
13. April 1970: Ein Sauerstofftank des Raumschiffs Apollo 13 explodiert auf dem Weg zum Mond. Die Mission wird abgebrochen, die drei Astronauten kehren unversehrt zur Erde zurück.
 
30. Juni 1971: An Bord einer Sojus-Kapsel öffnet sich ein Druckventil. Alle drei Kosmonauten kommen ums Leben.
 
26. September 1983: Kurz vor dem Start einer russischen Sojus-Rakete bricht ein Feuer aus. Die Kosmonauten werden mit einer Kapsel von der Rakete
 
28. Januar 1986: Die Raumfähre "Challenger" explodiert 73 Sekunden nach dem Start. Alle sieben Astronauten werden getötet.
 
23. Februar 1997: An Bord der russischen Raumstation Mir bricht ein Feuer aus. Nach 14 Minuten ist der Brand gelöscht, die Besatzung bleibt unverletzt.
 
25. Juni 1997: Eine unbemannte Versorgungskapsel kollidiert mit der Raumstation Mir. Es kommt zu einem Druckverlust und teilweisen Stromausfall. Die Besatzung erleidet keinen Schaden.
 
1. Februar 2003: Die NASA verliert den Kontakt zur Raumfähre "Columbia ", als diese in einer Höhe von rund 60.000 Metern fliegt. An Bord befanden sich sieben Astronauten, darunter ein Israeli.


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