Evolution oder Schöpfung

Die Frage, ob wir als Menschen das Endprodukt einer über Milliarden von Jahren - seit dem Urknall - dauernden Entwicklung sind (Evolution), wie es die moderne Wissenschaft aussagt, oder aber eine einmalige Schöpfung Gottes (wie es uns die Bibel verkündet), muss wohl jeden denkenden Menschen beschäftigen. Je nachdem wie wir diese Frage beantworten, hat dies weitreichende Konsequenzen auf unsere Stellung in dieser Welt.

Die Wissenschaft betrachtet die Entstehung des Universums, der Erde und letztlich des Menschen als Abfolge chemisch-physikalischer Prozesse, wobei kein Plan besteht, sondern alles vom Zufall abhängt. So sieht der Nobelpreisträger Jacques Monod unsere menschliche Existenz konsequenterweise als Ergebnis eines "Lotteriespiels": "Das Universum trug weder das Leben, noch trug die Biosphäre den Menschen in sich. Unsere Losnummer kam beim Glücksspiel heraus. Ist es da verwunderlich, dass wir unser Dasein als sonderbar empfinden?" Wie entgegengesetzt betrachtet ein anderer Nobelpreisträger die Entstehung der Welt und den dahinter stehenden göttlichen Plan. Der greise Albert Einstein antwortete auf die Frage nach einer evolutiven Entstehung des Weltalls, der Erde und des Menschen: "Wenn das Weltall, wie ich es erahne, die Frucht eines blinden Zufalls sein sollte (also der Evolution), so ist das für mich genauso glaubwürdig, als wenn eine Druckerei in die Luft fliegt, worauf alle Buchstaben wieder zur Erde fallen würden - und zwar in der druckreifen, fehlerlosen Form des Dudenlexikons." Auf die weitere Frage, ob er denn an Gott glaube, erwiderte Einstein: "Das brauche ich doch gar nicht! Ich sehe ihn doch tagtäglich am Werk!"
Es gibt nur eine Wahrheit. Entweder stimmt die von der Wissenschaft proklamierte Sichtweise oder aber die Aussage der Bibel. Aus der beschränkten menschlichen Sichtweise heraus müssen logischerweise (von der Vernunft her) Teile der Bibel (z.B. die Schöpfungsgeschichte, die von Jesus Christus vollbrachten Wunder, seine Auferstehung von den Toten etc.) als unwissenschaftlich abqualifiziert werden, weil sie nicht mit den Methoden der Naturwissenschaft bewiesen werden können.

Wie findet nun ein "moderner" Mensch einen Ausweg aus diesem Dilemma? Die Voraussetzung ist, dass man sich persönlich intensiv mit dem Thema der Evolution und den Aussagen der Bibel auseinandersetzt. Schon der der Evolution zu Grunde liegende Gedanke, dass höher Entwickeltes aus niedriger Entwickeltem durch Zufall entstanden ist, muss einen modernen Menschen zumindest stutzig machen. Keine Software eines Computers wird durch Zufall höherentwickelt (es braucht einen menschlichen Input, dass aus dem Word98- ein Word2000-Programm entstehen kann). Auch alltägliche Beobachtungen widersprechen der These der Evolution. Es können noch so viele Äpfel nebeneinander gestapelt werden - alle, ohne Ausnahme, werden früher oder später verfaulen, d.h. sich selbst überlassen zerfällt die Struktur der Äpfel. Keiner wird nach Ablauf einer sehr langen Zeit schöner, saftiger und qualitativ besser. Dies entspricht auch genau einem in der Wissenschaft unangefochtenen Gesetz, dem zweiten thermodynamischen Hauptsatz, der besagt, dass ein geordneter Zustand kontinuierlich in einen weniger geordneten übergeht (wissenschaftlich gesprochen nimmt die Entropie, die Unordnung zu) - und nicht umgekehrt, wie es die Hauptthese der Evolution verkündet (nämlich, dass durch Zufall, einer genügend langen Zeitspanne und dem Überleben des Angepasstesten eine Höherentwicklung stattfindet).

Die heutige "wissenschaftliche"(?) Sichtweise besteht darin, dass durch die Entladung einer unvorstellbar grossen Energie (Urknall) anorganische Materie entstanden ist - und daraus durch "Selbstorganisation der Materie" (woher stammt die zur Organisation notwendige Information?), organische Substanz, aus der wiederum einzellige Lebewesen - mehrzellige Lebewesen - Fische - Reptilien - Säugetiere - Halbaffen - Affen - Menschenaffen - Urmenschen - Menschen entstehen sollen. Provokativ gesagt, aus Word0 ist, nach genügend langer Zeit, ohne "Input", Word2000 entstanden! Diese Jahrmillionen dauernde Höherentwicklung soll auf Grund geologischer (1), paläontologischer (2), molekularbiologischer (3) und radiometrischer (4) Forschungen bestätigt worden sein. Auch hier muss man sich wieder persönlich intensiv mit diesen Forschungsergebnissen auseinandersetzen (was natürlich nur teilweise und begrenzt möglich ist), und etwas "hinter die so genannt wissenschaftlichen Kulissen" schauen, um zu erahnen, auf welch wackligem Fundament diese ganze Lehre steht.

Wir wollen nun die einzelnen Forschungsrichtungen (1-4) etwas genauer betrachten:

(1) Geologische Forschung (geo (griech.) = Erde, logos = Lehre)
 

Die Geologie stützt sich auf heutige Prozesse wie Gesteinsablagerungen (Sedimentation), Erdbeben, Vulkanausbrüche, Erdrutsche, das Entstehen neuer Inseln etc., um Rückschlüsse auf frühere Ereignisse der Erdgeschichte zu ziehen. So werden z.B. auf Grund der jährlichen Ablagerung von einigen Millimetern bzw. Zentimetern Sand an einer Flussmündung ins Meer die Jahre errechnet, um ganze Gesteinsschichten entstehen zu lassen ( so genannter "Uniformitarismus"). So kommt man auf einige Hundert Millionen Jahre, die notwendig waren, um die vielen geologischen Schichten der Erdkruste entstehen zu lassen.

(2) Paläontologische Forschung (palaios (griech.) = alt, logos = Lehre)

Überreste von Pflanzen, Tieren und Menschen aus der Vergangenheit liefern wichtige Indizien für die Rekonstruktion der Lebewesen. Solche Reste werden Fossilien genannt. Mit ihnen befasst sich die Paläontologie. Um über das relative Alter eines Fossils Aussagen machen zu können, muss man sein Auftreten innerhalb einer bestimmten Schicht der Gesteinsabfolgen kennen. Wenn Fossilien in verschiedenen Schichten übereinander gefunden werden, haben sie somit auch ein relativ verschiedenes Alter. Nun fanden sich aber auf der ganzen Welt Schichtfolgen, wo die so genannt "älteren" Fossilien über den so genannt "jüngeren" lagen. Das ganze geologisch geordnete Schichtensystem, das einen angeblichen Zeitraum von ca. 600 Millionen Jahren umfasst, wurde dadurch fragwürdig. Damit ein Lebewesen zu einem Fossil wird, muss durch eine rasche Verschüttung die Luftzufuhr abgeblockt werden, damit eine bakterielle Zersetzung und Auflösung der eingeschlossenen Organismen verhindert wird. Die wissenschaftliche Geologie verneint die in der Bibel berichtete Sintflut, die innerhalb eines Jahres weltweit die Erde mit Wasser überflutete.

(3) Molekularbiologische Forschung

Sie gibt Auskunft über den Aufbau der Grundbausteine lebender Substanzen, der Eiweissstoffe (Proteine). Diese sind aus zwanzig Aminosäuren (proteinogene Aminosäuren) aufgebaut. Die in den Chromosomen (chroma (griech.) = Farbe, soma (griech.) = Körper; d.h. durch bestimmte Färbung sichtbar gemachte Substanz) der Zellkerne gespeicherte Erbsubstanz besteht aus so komplexen Strukturen, dass deren Entstehung (auch über sehr lange Zeitperioden hinweg) durch Zufall auf Grund von computersimulatorischen Wahrscheinlichkeitsrechnungen als unmöglich erscheint. Wer hat also den "Input" zu ihrer Entstehung gegeben, wenn der Zufall entscheidet?

(4) Radiometrische Forschung (Messungen auf Grund der Zerfallsgeschwindigkeit radioaktiver Substanzen)

Die Radiometrie basiert auf der Radioaktivität der Materie. In der Luft findet sich neben dem Sauerstoff (02) auch Kohlensäure (C02). Das übliche Kohlenstoffatom hat ein Atomgewicht von 12 (99% des in der Luft vorkommenden "C") und ist chemisch stabil. Daneben gibt es Kohlenstoffatome mit einem Atomgewicht von 13 (ca. 0.95 %) und ganz wenig C 14, das radioaktiv ist, d.h. das langsam abgebaut wird zu Stickstoff (N). Diese konstante, von äusseren Einflüssen unabhängige, langsame Zerfallsgeschwindigkeit kann zur Altersbestimmung verwendet werden (so genannte Radiokarbonmethode). Anhand eines konkreten Beispiels, mit dem viele von uns durch die Presse konfrontiert wurden, soll dieses Vorgehen erläutert werden. Im September 1991 entdeckte ein Wandererehepaar zufällig auf ca. 3000 m Höhe in den österreichisch-italienischen Ötztaler Alpen eine halb aus dem Eis herausragende Leiche. Sie wurde in kurzer Zeit in der Wissenschaft weltberühmt unter dem Namen "Ötzi" (die Engländer, bekannt für ihren sarkastischen Humor, nennen ihn "the frozen Fritz"). Die Wissenschaftler entnahmen von der Leiche etwas Körpergewebe, um auf Grund der Radiokarbonmethode das Alter der Leiche zu bestimmen. Solange "Ötzi" lebte, atmete er, d.h. seine Lungen nahmen das Gemisch von O2 (Sauerstoff), CO2-12, CO2-13 und CO2-14 auf. Beim Tode hörte die Luftaufnahme auf. Das bis zum Zeitpunkt des Todes in den Geweben gespeicherte C 14 zerfiel nach einer bestimmten zeitlichen Gesetzmässigkeit. Im Gewebe der Leiche fand sich somit logischerweise weniger C 14 als in der aktuellen, umgebenden Luft! Die Halbwertszeit, d.h. die Zeit, die verstreicht, bis die Hälfte von C 14 in N (Stickstoff) zerfallen ist, beträgt 5730 Jahre. So konnte aufgrund des im Körper von "Ötzi" gemessenen C 14 das Alter der Leiche auf ca. 5300 Jahre errechnet werden. "Ötzi" wäre somit älter als Abraham, die ägyptische Hochkultur der Pharaonen und die berühmten Kulturen im Zweistromland (Sumerer, Assyrer, Babylonier).

Diese Radiokarbonmethode eignet sich nur bis zu einem Alter von maximal 10'000 Jahren. Die in der Geologie "errechneten" hohen Gesteinsalter von über 600 Millionen Jahren basieren auf einer anderen radiometrischen Methode, nämlich der sogenannten Kalium-Argon-Methode. Das metallische Element Kalium (K) hat normalerweise ein Atomgewicht von 39 und ist chemisch stabil. Es gibt aber ein radioaktiv zerfallendes Isotop K 40, das in ca. 89% Calcium (Ca) und ca. 11 % Argon (gasförmig) zerfällt. Je mehr Argongas in einem bestimmten Gestein nachgewiesen werden kann, umso älter ist es, weil der radioaktive Zerfall länger gedauert hat. Die Methode ist aber deshalb ungenau (und kann so um mehrere Millionen von Jahren differieren), weil viele Fehlerquellen vorkommen können (z.B. Diffusion ins Gestein von gasförmigem Argon, das normalerweise in der Luft vorkommt und das nach Vulkanausbrüchen noch um ein Vielfaches erhöht ist) die ein viel zu hohes radiometrisches Alter ergeben).

Die Grundhypothese der Evolution sagt aus, dass durch Überleben des Geeignetsten ("fittest")- die so genannte Selektion - und zufällige Veränderungen an der Erbsubstanz (Mutation - (mutare (lat.) = verändern)) immer höher entwickelte Lebewesen entstehen. Würde diese unwahrscheinliche Hypothese des Zufalls stimmen, müssten logischerweise in den Fossilablagerungen Übergangsformen von einer Tierart zur nächst "höheren" gefunden werden (z.B. vom Reptil zum Vogel). Diese so genannten "missing links" fehlen, obschon heute weltweit über 250'000 verschiedene fossile Arten und unzählige Milliarden(!) von fossilen Individuen bekannt sind. Schon Charles Darwin (1809-1882), auf den die Evolutionslehre zurückgeht, beklagte in seinem Epoche machenden Werk "Über den Ursprung der Arten" die Lückenhaftigkeit der Fossilüberlieferungen. In über 150 Jahren intensivster wissenschaftlicher Forschung konnten keine eindeutigen "missing links" gefunden werden!

Wir wollen uns nun der in der Bibel dargelegten Schöpfung des Universums durch Gott zuwenden. In den USA wird diesem Forschungszweig, der als "Kreationismus" bezeichnet wird, viel mehr Bedeutung zugemessen als in Europa. Es gibt verschiedene amerikanische Universitäten, wo "Kreationismus" gelehrt wird. In einzelnen US-Bundesstaaten enthalten die Biologiebücher der oberen Schulklassen sowohl die Lehre der Evolution wie auch des Kreationismus. An diesen Universitäten wird auf dem Hintergrund der biblischen Aussagen durch hochqualifizierte Akademiker geforscht. Ein überaus wichtiges Thema gerade in Bezug auf die Geologie und die Fossilablagerungen ist die in der Bibel erwähnte Sintflut. Sie wird in der "Schul-Geologie" negiert. In einem umfangreichen Buch "Die Sintflut" gehen zwei US-Professoren (J.C. Whitcomb, Professor für Altes Testament und H.M. Morris, Professor für Hydraulik und Ingenieurwesen) auf die Aussagen der Bibel ein und kommen zu dem Schluss, dass durch diese seinerzeitige weltweite Katastrophe die heutigen geologischen Formationen und Fossilablagerungen am besten interpretiert werden können. Ein emeritierter deutscher Professor der Informationstechnologie an der physikalisch-technischen Bundesanstalt in Braunschweig (Deutschland), Werner Gitt, berechnete auf Grund der in der Bibel angegebenen Masse der Arche (131 m Länge, 22 m Breite und 13 m Höhe) deren Schwimmstabilität. Mit Hilfe mathematischer Methoden und dem Einsatz von Computern konnte er nachweisen, dass die in der Bibel genannten Masse der Arche die besten sind, die man auf Grund technischer Überlegungen wählen müsste. Er belegt, dass die beiden baugleichen Ostseefähren "Nils Holger" und "Peter Pan", die Deutschland (Travemünde) mit Schweden (Trelleborg) verbinden, bezüglich ihrer Grösse mit der Arche Noah vergleichbar sind.

Ein anderer, an dem Kalifornischen Institut für Schöpfungsforschung lehrender Geologe und Biologe (Professor John Woodmorappe) beantwortete in einer ausführlichen Studie ("Noah's Ark"), wie es möglich war, in der 43'000 Kubikmeter grossen Arche die ca. 16'000 Tiere unterzubringen. Er konnte auch berechnen, dass das benötigte Futter (ca. 2500 Tonnen) für ein Jahr (so lange dauerte nach biblischen Angaben die Flut), sowie ca. 4 Millionen Liter Wasser (sowohl Regenwasser wie gelagerter Vorrat) durchaus in der Arche eingelagert werden konnten. Auch auf die Frage, wie Noah mit seiner Familie für so viele Tiere sorgen konnte, gibt er Antworten, die vernunftmässig nachvollziehbar sind. In einem Nachwort schreibt Professor Woodmorappe, dass die Menschheit nach dem Sündenfall weder an Gottes Gericht in der Vergangenheit noch an das zukünftige erinnert werden will und sich deshalb über die weltweite Sintflut und die "komische" Arche des Noah lustig macht. Er schliesst seine Ausführungen mit dem Satz: "Ich persönlich kann mir nicht helfen, Noah im Himmel vorzustellen, wie er auf Grund der törichten Argumente der heutigen Archekritiker in einen Lachanfall ausbricht."

Auch hier gilt wieder das gleiche Prinzip: Man muss sich selbst intensiv mit der Bibel beschäftigen, um die Einzigartigkeit und Wahrheit ihrer Aussagen zu erfassen. Praktisch auf jeder Seite steht etwas, was dem natürlichen, vernunftmässigen Verstehen total zuwiderläuft.
Zunächst einmal die Person von Jesus Christus. Sein Erscheinen ist in der Bibel an zahlreichen Stellen Jahrhunderte vor seiner Geburt angekündigt. Wie ist so etwas möglich? Er wurde gezeugt ohne das Dazutun eines Mannes. "Wie soll denn das zugehen, da ich doch von keinem Manne weiss?" (Lukas 1,34), sprach die vollkommen perplexe Maria auf die Ankündigung durch den Engel Gabriel, dass sie schwanger werden würde. Dass sich die Geburt dieses "wunderbaren", angekündigten Kindes in Bethlehem ereignete, wie es ein Prophet (Micha) siebenhundert Jahre zuvor vorhergesagt hatte, war nur dadurch möglich, dass der weltliche Machthaber (Kaiser Augustus 30 v.Chr. - 14 n.Chr.) eine Volkszählung anordnete. Die wiederum war nur durchführbar, wenn alle Leute zu ihrem Heimatort zogen und sich dort registrieren liessen. Josef, der vermeintliche Vater Jesu, stammte aus dem Geschlecht Davids, musste also von seinem Wohnort Nazareth in Galiläa zu seinem Heimatort Bethlehem in Judäa ziehen ... "damit die Schrift erfüllt würde ..." (d.h. damit die Prophezeiung zur Realität wurde).
Wie ist es möglich, dass ein schon 4 Tage im Grabe liegender, verwesender Leichnam (Lazarus) in einem Augenblick wieder lebendig wurde ("Lazarus komm heraus (aus dem Grab!)";Johannes 11,43b). Dieses wieder Lebendig-Werden widerspricht einer von der gesamten Wissenschaft unangefochtenen Wahrheit, nämlich, dass Materie von einem ungeordneten Zustand (Zersetzung, Verwesung) nicht in einen geordneten übergehen kann (2. Thermodynamischer Hauptsatz)!

Nicht nur bei dem wieder Lebendig-Werden des Lazarus sträubt sich unser "gesunder" Menschenverstand dagegen, sondern noch viel mehr bei der "Auferstehung Jesu Christi von den Toten". Weil dieses Wunder die zentrale Aussage des christlichen Glaubens ist, schreibt der Apostel Paulus den korinthischen Christen: "Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich und so ist auch euer Glaube vergeblich." (1.Korinther 15,14). Gott sei Dank müssen wir dies alles nicht einfach glauben bzw. "für wahr halten", sondern jeder Einzelne kann dieses übernatürliche Wirken Gottes an sich selber erfahren. Der Weg zum Glauben ist letztlich ein Willensakt bzw. ein persönliches Prüfen dieses Angebotes von Jesus Christus: "Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstossen." (Johannes 6,37b). Der griechische Philosoph und Mathematiker Archimedes (285-212 v.Chr.) soll gesagt haben: "Gebt mir einen Punkt ausserhalb des Universums, und ich werde die Erde aus den Angeln heben" (Hebelgesetz!). Es kommt also auf diesen Fixpunkt, bzw. Angelpunkt an. Wie gelangt man zum "Angelpunkt" der ganzen Bibel? Zuerst einmal, indem man die Aufforderung von Jesus Christus für sich persönlich beansprucht: "Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken!" (Matthäus 11,28). Ferner, indem man seiner Aufforderung folgt: "Siehe, ich stehe vor der Türe (deines Herzens!) und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und mir die Türe (seines Herzens!) auftut, zu dem werde ich hineingehen und Wohnung bei ihm nehmen" (Offenbarung 3,20). Dies sagt nichts anderes aus, als dass der allmächtige Gott persönlich in mich hineinkommen will (Jesus sagte von sich: "Wer mich sieht, der hat Gott gesehen", Johannes 14,9). Wenn Gottes Geist in mir Wohnung genommen hat, überführt er mich auch meiner Sündhaftigkeit. Das griechische Wort für Sünde heisst "hamartia", was so viel wie "Zielverfehlung" bedeutet. Wenn ein Schütze die Scheibe nicht trifft, so hat er das Ziel verfehlt (es kommt nicht darauf an, wie weit der Schuss daneben ging, d.h. ob es sich um eine "kleine" oder "grosse" Sünde handelt!). So sieht mich Gott als einen, der das Ziel des Lebens verfehlt hat. Gott schenkt mir durch seinen Geist eine "Zielfernrohrausrüstung", mit deren Hilfe ich das Ziel sehen und treffen kann.

Fassen wir zusammen: In der Person von Jesus Christus können wir den unsichtbaren Gott persönlich kennen lernen. Er ist dadurch charakterisiert, dass "er spricht und es geschieht" (Psalm 33,9): Auferweckung von Lazarus: "Lazarus komm heraus!"; Heilung des Gelähmten: "Nimm deine Bahre und gehe nach Hause!"; Heilung eines Blinden: "Sei sehend!". Es handelt sich also immer um "Schöpfungsakte", d.h. in einem Augenblick ereignet sich etwas, das wir mit unserer Vernunft nicht nachvollziehen können, also ein Wunder. Für Gott sind Wunder und Naturgesetze ein und dasselbe. Jesus bezieht sich in seiner Lehre immer wieder auf die Schöpfungsgeschichte (1.Mose 1-11). Mahnend und lehrend geht er vom Schöpfungsbericht aus, wenn er sagt: "Habt ihr nicht gelesen?" (Matthäus 19,4). Nirgendwo in der Bibel finden wir Anhaltspunkte zur symbolischen Deutung der Urgeschichte (also z.B. Jahrmillionen lange Entwicklung = Evolution). Auf den Einwand, dass die biblischen Verfasser in der Befangenheit ihres Weltbildes und ihres damaligen Wissensstandes schrieben, entgegnet Petrus (und auch der Gefährte von Paulus, Timotheus), dass die Schrift nicht durch den Willensakt von Menschen hervorgebracht wurde, sondern von Gott berufene Leute redeten, getrieben vom Heiligen Geist (2.Petrus 1,21 und 2.Timotheus 3,16).

Von hier aus können wir auf die Kontroverse Evolution/Schöpfung zurückkommen. Die erste Aussage der Bibel lautet: "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde" (1.Mose 1,1). Es steht nichts von einem Urknall (vor Milliarden Jahren), der der Ursprung einer unvorstellbar grossen Energie war, aus der dann die Erde und der Weltraum mit seinen ebenfalls Milliarden von Galaxien entstanden sind. Im 33. Psalm steht im 5. Vers: "Der Himmel ist durch das Wort des Herrn gemacht und das ganze Sternenheer durch den Hauch seines Mundes" und im 9. Vers: "Denn, wenn er spricht, so geschieht's; wenn er gebietet, so steht's da!" So folgt logischerweise, dass auch die Pflanzen und Tiere durch "Gottes Wort" erschaffen worden sind, auch wenn unsere Vernunft dies heftig bestreiten will, weil das evolutive Denken uns völlig in Beschlag genommen hat. Im Johannesevangelium (1,3 steht: "Alle Dinge sind durch dasselbe (= durch das "Wort", das Jesus Christus ist) gemacht und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist." Die Bibel sagt uns, dass der Mensch keine tierischen Vorfahren hatte, sondern direkt aus der Hand Gottes hervorging: "Und Gott, der Herr, machte den Menschen aus einem Erdenkloss, und er blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also wurde der Mensch eine lebendige Seele." (1.Mose 2,7). Gott stellt dann das Alleinsein dieses ersten Menschen fest mit dem Ziel, ihm eine Frau zu schaffen: "Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei." (1.Mose 2,18). Auch im Neuen Testament finden wir diese Tatsache bezeugt: "Denn Adam ist zuerst gemacht, danach Eva." (1.Timotheus 2,13). Adam und Eva wurden direkt geschaffen; alle andern Menschen sind durch Geburt in die Welt gekommen. Die Bibel lehrt uns also, dass alle Grundtypen der Lebewesen, einschliesslich des Menschen, durch direkte Schöpfungsakte Gottes hervorgegangen sind. Die Schöpfung war damit eine in sich fertige und vollendete. Im Hebräerbrief (4,3b) steht: "Nun waren ja die Werke von Anbeginn der Welt fertig." Im Gegensatz dazu steht die evolutive Sicht des Lebens: Sie lehrt einen allmählichen Evolutionsprozess über Milliarden von Jahren, dass die Lebensformen nicht für sich nebeneinander geschaffen sind, sondern dass sie sich allmählich auseinander entwickelt haben, dass dies nicht übernatürlich geschehen ist, sondern völlig entsprechend bekannten (und teils vielleicht noch unbekannten) Naturgesetzen, und dass sich das Leben ursprünglich völlig entsprechend natürlichen Gesetzmässigkeiten aus der leblosen Materie entwickelt hat.

Nach der Entwicklungslehre werden alle Fortschritte der Evolution mit Leiden und Tod erkauft. "Die Verbesserung" der Arten geht "über die Leichen der Individuen" (G.F.v.Weizsäcker). Der Biologe Prof. Hans Mohr sagt: "... ohne das Sterben der Individuen hätte es keine Evolution des Lebens auf dieser Erde gegeben. Wenn wir also die Evolution des Lebens als ein in der Bilanz positives Ereignis ansehen, akzeptieren wir damit auch unseren Tod als einen letztlich positiven und kreativen Faktor." Die Bibel hat dem Tod gegenüber eine völlig entgegengesetzte Haltung. Der Tod ist hier kein "Kreationsfaktor", sondern vielmehr eine feindliche Macht. In der Bibel erweist sich der Tod als Folge der Sünde des Menschen, des von Gott Getrenntseins. In dem an die Römer gerichteten Brief schreibt der Apostel Paulus (Römer 6,23): "Der Tod ist die Folge der Sünde" (Luther präzisiert: "Der Tod ist der Sünde Lohn"). Ebenso besteht im biblischen Verständnis zwischen diesem von Gott getrennten Zustand des Menschen und seiner Anfälligkeit für Krankheiten und seinen Leiden ein Zusammenhang. Nichts ist sicherer als der Tod ( "todsicher"!) Der Mensch kann sich aus der Todesverfallenheit nicht selber erlösen (im Gegensatz zu der fantastischen Geschichte von Baron Münchhausen, der sich an seinem eigenen Haarschopf aus einem Tümpel hochziehen konnte). Er braucht eine transzendente Hilfe, einen von aussen kommenden Erlöser (Retter). Hierin unterscheiden sich alle Religionen vom christlichen Glauben an den Erlöser Jesus Christus. Alle Weltreligionen, wie Hinduismus, Buddhismus, Taoismus, Islam und die "modernen Abarten" des New Age sind letztlich Selbsterlösungsreligionen. Es liegt in meiner eigenen Macht, dass ich mich durch ein entsprechendes Verhalten (Gutes tun, mich vergeistigen, mich kasteien, an einen bestimmten "heiligen" Ort wallfahren) selber "erlösen" kann. In Goethes Faust steht: "Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen". - Diametral entgegengesetzt ist die Botschaft des Evangeliums (evangelion (griech.) = "die gute Nachricht, die frohe Botschaft") von der Gnade Gottes in Jesus Christus, dem unverdienten "Geschenk Gottes".

Wie kann ich selber diese befreiende Erkenntnis und göttliche Kraft an mir erfahren? Jesus Christus gibt darauf selber die Antwort: "Sucht, so werdet ihr finden!" Der Apostel Paulus warnte die damaligen Christen von Kolossä (einer Gemeinde in Kleinasien) - und natürlich auch uns: "Seht zu, dass euch niemand einfange durch Philosophie und leeren Trug, gegründet auf die Lehre von Menschen und auf die Mächte der Welt und nicht auf Christus." (Kolosser 2,8). Und er verweist auf die Lösung aller Fragen: "In Jesus Christus sind verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis!" (Kolosser 2,3).

(Quelle Dr. med. M. Bourquin)
 

 

 

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