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Astronomische Instrumente
Erste astronomische Himmelsbeobachtungen lassen sich sicher mit bloßem Auge
durchführen. So kann man erst einmal die einzelnen Sterne und Sternbilder
suchen und koordinieren. Wer genaueres beobachten will, kommt aber wohl ohne
optische Hilfen nicht mehr aus.
Ein erstes optisches Fernrohr wurde im Jahre 1608 von einem niederländischen
Optiker namens Lipperhey gebaut. Galileo Galilei hörte von dieser Erfindung
und baute sich im darauffolgenden Jahr ein eigenes Fernrohr, das er für
Himmelsbeobachtungen nutzte. Damals entdeckte er bereits, dass Jupiter
mehrere Monde hat. Er konnte Sonnenflecken erkennen und Gebirge auf der
Mondoberfläche.
Das häufig benutzte Linsenfernrohr (Refraktor) besteht in der Regel aus
einem Tubus (Rohr). An seinem Ende befinden sich entweder ein Spiegel oder
mehrere Linsen (Objektiv), über die das Bild des beobachteten Objekts
wiedergegeben wird. In einem bestimmten Abstand (Brennweite) hinter dem
Objektiv entsteht ein umgekehrtes Bild. Dieses kann über ein Okular stark
vergrößert beobachtet werden. Je nach Brennweiten- und Objektivdurchmesser
ergeben sich unterschiedlich starke Vergrößerungen und unterschiedlich
scharfe Bilder.
Neben Refraktoren gibt es Spiegelteleskope in
verschiedenen Bauarten. Ein häufig verwendetes ist der Newton-Spiegel. Hier
reflektiert ein parabolförmiger Hohlspiegel das Licht eines Objektes. Es wird in der Brennebene ein
umgekehrtes Bild erzeugt.
Damit man dieses Bild betrachten kann, ist ein Fangspiegel kurz
vor der Brennebene angebracht,
der eine 45Grad-Neigung gegen
die optische Achse des Telekops
hat.
Dieser lenkt das Licht seitlich aus
dem Teleskop heraus, das heißt,
die Brennebene liegt seitlich und
das Objekt kann durch ein seitlich angebrachtes Okular berachtet werden.
Andere Spiegelteleskope sind
das Cassegrain- Teleskop und
eine Verbesserung dieses Typs
die katadioptrischen Systeme.
Diese sind bei Amateurbeobachtungen in den letzten Jahren immer beliebter
geworden, weil sie durch ihre kompakte Bauweise gut zu transportieren sind
und außerdem gute Beobachtungsergebnisse leisten.
Auch Ferngläser sind für Astronomiebeobachtungen geeignet. Mit ihrem großen
Gesichtsfeld haben sie sogar Vorteile. Sie sind besonders günstig für die
Beobachtungen größerer Objekte wie Kometen mit ihren Schweifen oder größere
Sternhaufen wie die Plejaden. Auch Einzelheiten der Mondoberfläche sind zu
erkennen. Ferngläser sind nach dem Prinzip der optischen Fernrohre gebaut.
Für die Erfassung der von den Himmelskörpern abgegebenen Radiowellen werden
Radioteleskope aufgestellt. Bereits 1931 entdeckte ein Physiker namens Janky
bei der Untersuchung von Funkstörungen, dass es sich um eine aus dem Kosmos
stammende Radiostrahlung handeln mußte. Bald stellte man fest, dass sie aus
einem ganz bestimmten Teil der Milchstraße stammte. Große Fortschritte in
der Radioastronomie wurden aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg gemacht.
Heute bestehen Radioteleskope in ihren Grundelementen aus Antennensystem,
Verstärker und Integrator, der ein Registriergerät enthält. Mit einer
Antenne, die relativ groß sein kann, werden elektromagnetische Stahlen des
Kosmos aufgefangen.
In einer kleinen Antenne, die im Brennpunkt montiert ist,
werden die Strahlen gesammelt, verstärkt und so umgewandelt, dass sie
schließlich als Signal in ein Registriersystem geleitet werden, wo die
Stärke aufgezeichnet werden kann.
Das größte Radioteleskop in dieser Art steht in Effelsberg und gehört zum
Max-Planck-Institut für Radioastronomie. Der Durchmesser seiner
Parabolantenne beträgt 100 Meter. Eine gewaltige andere
Radioteleskopvariante liegt in einer Senke im Norden Puerto Ricos. Sie
besteht aus einer tellerartigen Form mit einem Durchmesser von 305 Metern.
Eine riesige Antenne wird zur Ausrichtung von äußeren Türmen über dem Teller
gehalten.
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